Was ist Direct Part Marking?
Direct Part Marking sind Codierungen direkt auf dem Objekt, also Bauteil oder Werkzeug. Oft als Data Matrix Codes, die direkt auf die Werkstücke, Ersatzteile oder Gebinde aufgebracht werden, immer ganz ohne Etikett oder sonstiges Trägermaterial. Diese Data Matrix Codes werden beispielsweise in die Oberfläche geprägt, graviert, gelasert oder geätzt - bei Punzierungen und Prägungen oft als Dot-Codes. Seit mehr als 30 Jahren in der Luftfahrtindustrie im Einsatz, findet DPM seit einigen Jahren vermehrt Einzug in die Fertigung und die Teile-Kennzeichnung. Der Vorteil liegt in der Dauerhaftigkeit der Markierung
Kennzeichnung von Bauteilen und Komponenten
DPM steht für Direct Part Marking und ist die direkte Kennzeichnung eines Objektes, ohne dabei ein Klebe-Etikett zu verwenden. Dabei werden die Informationen direkt auf das entsprechende Objekt gelasert, gestanzt, gelocht oder auch geätzt. Die Verwendung dieser Art von Kennzeichnung fand seinen Anfang in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, und hat sich schnell auch in weiteren Branchen durchgesetzt. Heutzutage findet man die DPM-Technologie beispielsweise in der Raumfahrt, in der Elektronik- oder Computerindustrie, Healthcare Bereich und in der Schmuckindustrie. So unterschiedlich wie die Branchen, so unterschiedlich sind auch die Oberflächen, auf denen der Code angebracht werden kann. Unter anderem eignen sich verschiedene Kunststoffe, Holz, Gummi, Leder, Glas und Metall. Egal ob die Codierung Kontakt mit Lösungsmitteln, Fetten, Hitze oder Abrieb hatte, der Matrix Code ist auch nach Jahren in anspruchsvollen Umgebungen noch lesbar. Diese dauerhafte und zuverlässige Kennzeichnungstechnologie ist ideal für komplexe Prozesse in Produktion und Wartung.
DPM Code
Der signifikante Vorteil dieser Technologie ist, dass die angebrachten Informationen auf den Objekten langlebig vorhanden bleiben. Die Informationen werden oftmals in Form eines Data Matrix Code angebracht. Dieser Code erlaubt die Verschlüsselung extrem großer Datenmengen auf kleinstem Raum. Ist der Code doch einmal aufgrund starker Abnutzung oder ähnlichem mitgenommen, so ist er Dank der Fehlerkorrektur-Algorithmus nach dem Reed-Salomon-Verfahren trotzdem mit einem DPM-Barcodescanner lesbar. Direct Part Marking-Codes werden nicht durch normale 2D-Imager, sondern nur durch Barcodescanner mit DPM-Funktion eingelesen.
Lesbarkeit und leistungsstarke DPM-Scanner
Damit direkt aufgebrachte Codes zuverlässig erfasst werden können, kommen leistungsstarke Barcode-Scanner mit spezieller DPM-Funktionalität zum Einsatz. Direkt markierte Codes unterscheiden sich deutlich von herkömmlichen Etiketten, da sie oft geringe Kontraste aufweisen oder auf reflektierenden und unregelmäßigen Oberflächen angebracht sind. Aus diesem Grund können sie in der Regel nicht von Standard-2D-Imagern gelesen werden. Ohne optimierte Beleuchtungstechniken und eine leistungsfähige Bildverarbeitung kann ein konventioneller Scanner den Code nicht korrekt interpretieren.
DPM-Scanner sind daher mit variablen Beleuchtungsarten – wie Rotlicht, Blaulicht oder diffuser Ausleuchtung – ausgestattet und lassen sich exakt auf die jeweilige Oberflächenbeschaffenheit abstimmen. Sie verfügen über frei konfigurierbare Beleuchtungen, spezielle Optiken und Algorithmen, um Markierungen selbst unter schwierigen Bedingungen sicher zu erkennen. So können DPM-Codes auch dann noch erfasst werden, wenn sie beschädigt, verschmutzt, überlackiert oder kaum sichtbar sind.
Diese Technologie ist heute in vielen modernen Handscannern und mobilen Datenerfassungsgeräten (MDE) integriert und gilt als ideale Lösung für eine lückenlose Rückverfolgbarkeit über den gesamten Lebenszyklus eines Bauteils hinweg. Der Data Matrix Code in Kombination mit Direct Part Marking wird in verschiedensten Branchen eingesetzt – von der Fertigungsindustrie über das Gesundheitswesen bis zur Luft- und Raumfahrt. Er ermöglicht die verschlüsselte Speicherung umfangreicher Informationen wie Herstellerangaben, Teile- und Chargennummern auf kleinster Fläche. Dank der integrierten Fehlerkorrekturverfahren, etwa nach dem Reed-Solomon-Verfahren, bleibt der Code auch nach intensiver Beanspruchung lesbar und erfüllt höchste Anforderungen an Qualitätssicherung und Nachverfolgbarkeit.
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