Kommissionierung für Bordrestaurants: Wie ACVENTIS die Deutsche Bahn auf Touren bringt
Für die Warenlogistik Fernverkehr der Deutschen Bahn hat ACVENTIS eine mobile Kommissionierlösung auf Basis robuster Android-Datenerfassungsgeräte implementiert – schneller, präziser und zuverlässiger im täglichen Einsatz.
Die Herausforderung
Die Warenlogistik Fernverkehr der Deutschen Bahn versorgt täglich hunderte Bordrestaurants entlang des Streckennetzes mit frischen Lebensmitteln und Getränken. Damit die Zugverpflegung zuverlässig ankommt, muss die Kommissionierung der Ware im Lager schnell, präzise und unter wechselnden Einsatzbedingungen fehlerfrei erfolgen.
Gesucht war eine mobile Datenerfassungslösung, die dem Tempo der Bahnlogistik standhält – robust genug für den täglichen Dauereinsatz und gleichzeitig einfach genug für schnelle Einarbeitung im Lagerteam.
Die Lösung
ACVENTIS hat für die Deutsche Bahn eine mobile Kommissionierlösung auf Basis des Datenerfassungsgeräts M3 Mobile SM20x implementiert – dem Nachfolgemodell des im Projekt eingesetzten SM20. Der robuste Android-Mobilcomputer ist speziell für den Dauereinsatz in Lager und Logistik ausgelegt:
- ✓5-Zoll-Display für übersichtliche, schnelle Bedienung im Arbeitsalltag
- ✓Octa-Core-Prozessor für flüssige Performance auch bei intensiver Nutzung
- ✓Android 11 als zukunftssichere, zentral verwaltbare Plattform
- ✓Schneller 2D-Imager für präzise und zügige Datenerfassung
- ✓Robustes Gehäuse, ausgelegt auf extreme Umgebungsbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit, Stürze)
Mehr technische Details zum eingesetzten Gerät gibt es auf der Produktseite der M3 Mobile SM20x sowie in der Übersicht mobiler Datenerfassungsgeräte (MDE) von ACVENTIS.
Das Ergebnis
Mit der neuen Lösung ist die Kommissionierung für die Bordrestaurants der Deutschen Bahn deutlich schneller und fehlerfreier geworden. Die robuste Hardware übersteht den täglichen Einsatz in der Logistik zuverlässig und unterstützt so direkt die kulinarische Versorgung der Bahnkunden.
„Die neue Lösung setzt neue Standards in der Warenlogistik Fernverkehr und unterstützt die kulinarische Versorgung der Bahnkunden."
Dennis Veer, ACVENTIS GmbH — erschienen im Fachmagazin ident, Ausgabe 2023/2, S. 17
Häufige Fragen zum Projekt
Wie werden Kommissionierdaten synchronisiert, wenn die Netzabdeckung entlang der Bahnstrecke zwischenzeitlich schwankt?
Das Gerät puffert Buchungen bei fehlender Verbindung lokal in einer Warteschlange (Store-and-forward-Prinzip) und überträgt sie automatisch, sobald wieder eine stabile WLAN- oder Mobilfunkverbindung besteht. Der Mitarbeiter kann währenddessen ohne Unterbrechung weiterarbeiten, da die App die Bestätigung lokal validiert und die Synchronisation im Hintergrund nachholt, statt bei jeder Buchung auf eine Serverantwort zu warten.
Warum ist eine zusätzliche 4G-Anbindung neben WLAN für Geräte relevant, die an mehreren Lager- und Verladestandorten eingesetzt werden?
An wechselnden Standorten ist nicht überall dasselbe firmeneigene WLAN mit hinterlegtem Profil verfügbar, sodass ein Gerät ohne WWAN-Modul beim Wechsel des Einsatzortes zunächst offline wäre. Über eine SIM-Karte bleibt das Gerät ortsunabhängig online, was besonders bei kurzfristigen Vertretungseinsätzen an anderen Bordbistro-Lagerstandorten die sofortige Einsatzbereitschaft ohne WLAN-Neukonfiguration sicherstellt.
Wie verhält sich ein Octa-Core-Prozessor thermisch, wenn Scan-Engine, WWAN-Modul und App-Verarbeitung im Dauerbetrieb gleichzeitig laufen?
Mehrere aktive Kerne verteilen die Last auf Scan-Dekodierung, Funkkommunikation und Anwendungslogik, wodurch einzelne Kerne seltener an ihre thermische Grenze stoßen als bei einem Single- oder Dual-Core-Chip unter vergleichbarer Last. Das reduziert Throttling-bedingte Leistungseinbrüche im Schichtbetrieb und hält die Scan-zu-Buchung-Reaktionszeit auch nach Stunden ununterbrochener Nutzung konstant.
Welche Anforderungen an das Gehäusematerial ergeben sich aus dem Einsatz in der Lebensmittellogistik der Bordrestaurant-Belieferung?
Da die Geräte im direkten Umfeld von Lebensmittelverpackungen und häufigen Reinigungszyklen eingesetzt werden, muss das Gehäuse glatte, fugenarme Flächen ohne schwer zugängliche Vertiefungen aufweisen, in denen sich Rückstände ansammeln können, und gegenüber den in der Lebensmittellogistik üblichen Reinigungsmitteln beständig sein. Das erleichtert die Einhaltung HACCP-naher Hygienestandards, ohne dass das Gerät bei jeder Reinigung Schaden nimmt.
Was bedeutet eine MIL-STD-810G-Falltestzertifizierung konkret für das robuste Gehäuse des Geräts?
Der Standard schreibt eine definierte Anzahl an Stürzen (meist 26) aus einer festgelegten Höhe (häufig 1,2 bis 1,5 Meter) auf Beton vor, wobei das Gerät nacheinander auf verschiedene Seiten, Kanten und Ecken fällt und nach jedem Sturz voll funktionsfähig bleiben muss. Zusätzlich umfasst die Zertifizierung Tests unter Extremtemperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit, was insgesamt die Zuverlässigkeit unter den wechselnden klimatischen Bedingungen entlang eines bundesweiten Streckennetzes absichert.
Wie stellt der 2D-Imager sicher, dass unterschiedliche Barcode-Formate verschiedener Lebensmittellieferanten zuverlässig erkannt werden?
Ein flächenbasierter 2D-Imager nimmt den gesamten Barcode als Bild auf und dekodiert es per Software, wodurch er sowohl klassische 1D-Codes wie GS1-128 auf Standardverpackungen als auch 2D-Codes wie Data Matrix auf kleineren oder gekrümmten Etiketten lesen kann, ohne dass für jedes Format ein anderer Scannertyp nötig wäre. Das ist bei wechselnden Lieferanten mit uneinheitlicher Kennzeichnungspraxis ein klarer Vorteil gegenüber einem reinen Laserscanner, der nur lineare 1D-Codes zuverlässig erfasst.
Quelle: Fachartikel „ACVENTIS liefert der Deutschen Bahn Lösung zur Kommissionierung für die Bordrestaurants", Dennis Veer, ACVENTIS GmbH, erschienen im Magazin ident 2023/2, S. 17.