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Bessere Technik.

Verwechslung ausgeschlossen: Etiketten- und Systemlösungen für die Blutbeutelkennzeichnung

In der Transfusionsmedizin hat fehlerfreie Identifikation höchste Priorität – Verwechslungen können lebensbedrohlich sein. ACVENTIS liefert robuste Barcode- und RFID-Etiketten sowie Komplettsysteme (Software, Hardware, Etikettenmaterial), die auf die Anforderungen der ISBT 128-Kennzeichnung (globale Norm für Blutprodukte) und den klinischen Alltag ausgelegt sind.

Blutbeutel

Kennzeichnungsstandard & Inhalte

ISBT 128 definiert Datenstrukturen, Barcode-Platzierung und Terminologie für Blutprodukte. Typische Inhalte sind Spender-Identifikationsnummer (DIN), ABO/RhD, Produktcode und Verfallsdatum/-zeit, codiert u. a. in linearen Code-128-Barcodes gemäß den Basislabel-Spezifikationen.

Materialien, Freigaben & Eignung

Blutbeutelsysteme selbst unterliegen ISO 3826-1:2019 (Anforderungen an Kunststoff-Blutbeutel). Für Etikettenmaterialien in diesem Umfeld sind u. a. Biokompatibilität, Migrations- und Haftungseigenschaften relevant. ISEGA ist ein unabhängiges Prüfinstitut (u. a. für Lebensmittelkontakt-Materialien); je nach Konstruktion können Etikatten-Komponenten zusätzlich nach einschlägigen FDA-Regeln (z. B. 21 CFR 175.105 für Klebstoffe im indirekten Kontakt) spezifiziert werden.

Prozesskette & Etikett-Typen

  • Primäretikett (Hersteller): Aufbringung beim Beutel-/Behälterhersteller als Basislabel nach ISBT 128.
  • Sekundäretikett (Verarbeiter): Aufbringung in Blutbank/Krankenhaus (Thermotransfer), mit DIN, ABO/RhD, Produktcode, Verfalldaten etc. gemäß ISBT 128.
  • „Peel-Layer“/Piggyback-Konzepte: Doppellagige Etiketten zum späteren Über-/Umetikettieren (z. B. nach Laborergebnissen), bewährt auch für gefrorene Produkte.

Temperaturen, Umgebungen & Haltbarkeit

Die Kennzeichnung muss den Lagerbedingungen der jeweiligen Blutkomponente standhalten: Erythrozyten 1–6 °C; Plasma ≤ −18 °C (typisch 1 Jahr, je nach Regelwerk länger bei kälteren Temperaturen); Thrombozyten 20–24 °C unter kontinuierlicher Bewegung. Entsprechend werden Etiketten-Systeme für Tiefkühlzyklen (bis −80 °C), Auftauen und Feuchte validiert.

Etikett-Typ Beschreibung
Primäretikett (Hersteller) Aufbringung beim Beutel-/Behälterhersteller als Basislabel nach ISBT 128.
Sekundäretikett (Verarbeiter) Aufbringung in Blutbank/Krankenhaus (Thermotransfer), mit DIN, ABO/RhD, Produktcode und Verfalldaten gemäß ISBT 128.
„Peel-Layer“/Piggyback Doppellagige Etiketten zum späteren Über-/Umetikettieren (z. B. nach Laborergebnissen); bewährt auch für tiefgefrorene Produkte.

Temperaturen, Umgebungen & Haltbarkeit

Die Kennzeichnung muss den Lagerbedingungen der jeweiligen Blutkomponente standhalten: Erythrozyten 1–6 °C; Plasma ≤ −18 °C (typisch 1 Jahr, je nach Regelwerk länger bei kälteren Temperaturen); Thrombozyten 20–24 °C unter kontinuierlicher Bewegung. Entsprechend werden Etiketten-Systeme für Tiefkühlzyklen (bis −80 °C), Auftauen und Feuchte validiert.

Leistungsmerkmale von ACVENTIS Healthcare Blutbeutel Lösungen

  • De-curl/„Flat-Receipt“-ähnliche Glättung durch geeignete Material- und Druckparameter für plan liegende Etiketten – ideal für sicheres Barcode-Scanning (z. B. Zugangskontrolle, Dokumente zur Unterschrift).
  • Thermotransfer-Sekundäretiketten mit hochbeständigem Farbbandsystem; beständig gegen Tiefkühlung, Auftauen, Wasserbad und mechanisches Reiben.
  • ISBT 128-konforme Datenfelder & Layouts inkl. Code-128-Barcodes und standardisierten Basiselementen.
  • Etiketten-Adhäsive mit Eignung für Blutbeuteloberflächen; verfügbar mit FDA-konformer Klebstoffbasis für indirekten Kontakt.
  • Piggyback/Peel-Layer-Lösungen für sauberes Überetikettieren tiefgefrorener Beutel (sekundäre Kennzeichnung nach Freigabe).
  • Workflows & Software zur konsistenten Vergabe von DIN/Produktcodes und auditfähigen Logfiles (ISBT 128-Datenschemata).

Praxisempfehlungen

  1. Standard prüfen: ISBT 128-Dokumente (Base Labels, Datenstrukturen) und lokale regulatorische Vorgaben (z. B. Rili-BÄK/AABB).
  2. Komponentenspezifisch validieren: Etikett/Adhäsiv auf Materialkompatibilität, Tiefkühl-/Auftauzyklen, Wasserbad, Abrieb.
  3. Druckprozess absichern: Thermotransfer-Medien und Auflösung auf Lesbarkeit der Code-128-Symbologie prüfen (Verifikationsprotokolle).
  4. SOP & Rückverfolgung: Lückenlose DIN-/Produktcode-Zuweisung, Etikettencharge dokumentieren, Re-Label-Pfad definieren.

Hinweis: ISEGA prüft u. a. Materialien für Lebensmittelkontakt; im Klinik-Einsatz sind zusätzlich medizinprodukterelevante Anforderungen und lokale Regularien maßgeblich. Endgültige Freigaben richten sich nach den hausinternen SOPs und nationalen Vorgaben.